Jugendalkoholismus

11.07.2008 18:00

 

Als EVP-Grossrätin begrüsse ich die Massnahmen der beiden Regierungen BL und BS zum Jugendalkoholismus. Allderdings müssen diese dann auch umgesetzt werden.

Mit den vorgeschlagenen Massnahmen folgen sie weitgehend den Forderungen meiner Motion betr. „Wirkungsvoller Jugendschutz im Bereich des Alkoholkonsums und Regionale Zusammenarbeit“ , welche im März 2008 vom Grossen Rat an die Regierung überwiesen wurde.

Es ist zu begrüssen, dass der Bier und Weinverkauf an Jugendliche besser geregelt und mit Testkäufen überwacht wird. Neue gesetzliche Regelungen sind nur wirksam, wenn sie auch durchgesetzt werden. Bei der Ausarbeitung des Massnahmenpakets muss der Aspekt der Durchführbarkeit besonders beachtet werden. Durch das private Weitergabeverbot von Alkohol wird die Verfügbarkeit von alkoholischen Getränken vermindert und die über 18-jährigen Jugendlichen werden in die Pflicht genommen. Gerade hier muss aber die Frage der praktischen Umsetzung besonders beachtet werden. Allerdings bedaure ich, dass sich die beiden Regierungen nicht zur von BL vorgeschlagenen Vereinheitlichung der Abgabe von Alkohol erst ab 18 durchringen konnten. Ich fordere deshalb, dass sich die Regierungen dafür einsetzen, dass dies in die Bundesregelung einfliesst. Fachleute aus dem Suchtbereich weisen darauf hin, dass die erschwerte Erreichbarkeit von alkoholischen Getränken ein wichtiger Bestandteil jeder wirksamen Prävention sind. Deshalb ist auch ein Verkauf von alkoholischen Getränken ab 22 Uhr zu prüfen.

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Topic: Jugendalkoholismus

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